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Wörterbuch

Zunächscht amol kommat en des Werdrbuach schwäbische Begriff nei, dia wo en meine Texscht vorkommad, ond wo i moin, dass se erklärungsbedirfdig sen. Dia send no au glei mit am Werdrbuach verlinkt. Ond wenn jetzt dia Reigschmeggde dr Moining sen, dass viel zwenig erklärt isch, sag i bloos ois: A bissle missat r eiern Meggl au anstrenga. I sag jetzt mit Fleiß net Mooschtmeggl. Manchmol han i dui Verlinkung bestemmt au vergessa. Ma ka halt et an ällas denga. No miassat r halt von selbr ens Werdrbuach gugga.

Schempfwerdr ond Beleidigonga fendat’r en dem Werdrbuach grondsätzlich et. Do geits a extra Kabidl ondr “Schempfwerdr”

Ond no schreib i halt au no Werdr nai, die wo mir grad so eifallad. Weil wenn i des et glei mach’, no vergiss i’s halt wiedr. So ischt’s em Aldr hald.

Schwäbisch

Übersetzung (teilweise mit Anmerkungen

Äbbas

Etwas
1. Gegenstand (I schmeiß dr äbbas an da Ranza na)
2. Termin (do han i schau äbbas)

Äbbr

Jemand

Ahbodda

Angeboten

Ahna

Oma

Aleida

Anrufen (Telefon)

Amool

Irgendwann, einmal, gelegentlich

Anandernooch

Eins ums Andere, von Zeit zu Zeit

Anka

Nacken, der (Der hodd en Anka wia en Bär)

Aura

Ohren, Aurawaih = Ohrschmerzen

Awwa

Ach was? (Ausdruck des Erstaunens)

Babba

1. Kleben
2. Papa

Bacha, et ganz

1. ohne et ganz = Backen (es ist aber nicht die Wange gemeint - siehe Bagga)
2. Verrückt

Badengga

Schlüsselblume

Bäbb

Nach dem Essen von ma Gsälzbrot, hat man bäbbige Händ. Uffs Gsälzglas kommt a Bäbberle druff. Auf den Autos hat man einen Uffbäbber. Wer dummes Zeug redet, schwätzd en Bäbb. Auch Klebstoff wird als Bäbb bezeichnet. Bäbb isch also grondsädzlich alles was irgenwie klebt.

Bäddschnass

Klatschnass

Bähmull

langweiliger Mensch, wehleidiger Mensch

Bagga

1. Wange
2.
auch eine Möglichkeit für Backen

Bamba

Stuhlgang vornehmen (in der Regel, wenn ein Kind sein “Gschäfdle” macht)

Beidschaschdägga

Landjäger (Wurstsorte)

Beiga

Stapeln

Bhäb

eng, knapp (der hodd mia abr bhäb eiparkd)

Bloamakeel

Blumenkohl

Bloosa

Blasen

Boiz

Wirtschaft, Kneipe

Bodschamberle

Nachttopf (frz: Pot de chambre)

Bräagla

1. Rösten
2. Pausenlos reden
(Bräaglar = Derjenige, der pausenlos -meist dummes Zeug- redet)

Bräschdleng

Erdbeere

Bream

Bremse (Insekt)

Briah

1. Brühe
2. Schweiß

Bronza

Urinieren

Buddza

1. Putzen
2. Kerngehäuse (Äpflbuddza)

Buggl

1. Rücken (“Rutsch mr doch da Buggl naa” in etwa gleichzusetzen mit LMA)
2. Hügel

Daag

Tag (gebietsweise auch Kurzform für “Guten Tag”)

Dabba

1. Gehen
2. treten
(I dabb dr glei en Arsch)

Dabbich

Ungeschickt

Däbberle

Kleiner Schritt
Hennadäbberle = ganz kleiner Schritt

Dädsch mr mol

Würdest Du mir bitte mal...(der Unterschied zu dädsch mr net .. liegt in der Dringlichkeit der Bitte. A dädsch mr mol von einer Frau zum Mann ist eher ein Befehl als eine Bitte)

Dädsch mr net

Würdest Du mir bitte mal...

Dagdiab

siehe Schempfwerdr

Daggl

siehe Schempfwerdr

Dalga

Kneten (Da Doig dalga)

Dedle

Patenonkel

Deir

Teuer

Dengd

Gedacht

Denge, Dengre

Weib

Dipfalesscheisser

Perfektionist

Dreibla

Johannisbeeren

Drhoim

Daheim, zu Hause

Dromrom

Darum herum

Drondrnei

Zwischendurch

Dui

Die

Dussa

Draußen

Ebbas

etwas (dieses Wort begleitet uns von der Wiege bis zur Bahre)

Ed

Nicht

Ehne

Opa

Endaklemmer

Geizhals

Fai

Schwäbisches Füllwort (dees gohd fei net = das geht wirklich nicht)

Faif

Fünf

Fatza

abreissen, brechen, fatza lassa = loslassen, losreissen. Als Vorsilbe hat’s aber nix mehr mit reissen zu tun:
fatzaglatt = ganz glatt, eben, flach, eisglatt
fatzagleich = vollständig identisch, gleicht wie ein Ei dem andern
fatzanobl = sehr nobel

Fiedla

Arsch, Hintern

Fiersche

Vorwärts, nach vorne

Fleeda ganga

Ugs. Flöten gegangen (verlorengehen, abhandenkommen)

Flegga

1. Ortschaft (ggf. auch Ortsmitte)
2. Flecken (Du hosch en Flegga uff dr Hos)

Furzdrogga

Staubtrocken

Geid

Gibt

Gheerd

1. Gehört (besitzanzeigend)
2. Gehört (akustisch wahrnehmen)

Ghedd

Gehabt

Giechdr

Verrückt werden, durchdrehen

Gloasnad

Zugehört

Gloffa

gegangen (z.B. spazieren)

Glomb

Mist, schlechte Sache. Steigerung: a reachts Glomb oder so a goddasglomb so a verreckts

Gluhf

Stecknadel, Sicherheitsnadel

Gnuag

Genug

Goggaler

Hahn

Gosch

Mund

Grad

1. Gerade (also nicht krumm)
2. Im Moment (soeben)
3. Masseinheit (Temperaturmessung, Geometrie)

Graddl

der freie Raum zwischen den gespreizten Beinen (bei einer Übung im Training “muass mr zerschd oim ibr da Buggl hopfa ond no em andra durch Graddl schlupfa)

Graddla

Mühsam, schwerfällig gehen

Grädda

Korb (meist aus Weidenzweigen geflochten)

Granadamässig

Sehr stark, außerordentlich

Grauss

Groß

Grea

Grün

Greiz

1. Kreuz (anatomisch - allerdings auf den ganzen Rücken übertragen)
2. Kreuz (audobaagreiz, Greiz Jesu)
Flüche: Greizsagramend, Greizherrgoddssagramend, Greizdeifl, Greizgrabbasagg
Unfreundliche Wünsche: “Wenn der no s greizwai griaga dääd”, “Dir schlage s Grei no a”
Fazit: Deescht a Greiz mit maim Greiz (Kreuz 1 und Kreuz 2 miteinander verknüpft)

Greschde

1. Geröstete (Maultaschen, Spätzle, Knöpfla etc.)
2. Größte (du bisch doch dr greschde Lomb em Flegga)

Griaga, Griagsch

Bekommen, bekommst

Grodda

sehr ... extrem ...z.B. groddableed (extrem dumm), groddabroid (sehr betrunken), groddafalsch (extrem falsch), groddawiaschd (sehr hässlich), groddaschlechd (sehr schlecht)

Gruaba

Ausruhen

Gsälz

1. Marmelade (Bräschdlengsgsälz =Erdbeermarmelade
2. Weitere Verwendungen von Gsälz:
Gsälzbär = Liebevolle Bezeichnung für einen Dummkopf
Gsälzkopf = dümmlicher Mensch
Gsälzhäfale = Marmeladenbehälter

Gsaid

Gesagt

Gschpronga

1. Gerannt - “bisch uff d’Stroßabaah gschpronga?”
2. Gesprungen (runter)-”bisch vom10-Meterbrett gschpronga?”

Gschwend

Kurz, schnell, sofort. Wobei “gschwend” im schwäbischen ganz arg oft vorkommt. Beispiele gefällig?
Dädsch mr nedd gschwend dr Müll naadraga, Dua amool gschwend langsam (kein Widerspruch in sich - man kann auch schnell langsam machen), ward amool gschwend, I drengg no gschwend ois, Sie derfad no gschwend Blatz nemma - und zum Schluss noch ein geflügeltes Wort:
Sich ufffiehra wia en Furz en dr Ladern. Gschwend uffleichda ond no schdenga.
 

Gugga

1. Schauen
2. Tüte
    Ein Junge steht vor dem Gefängnis. Fragt ein Mann “was machst Du denn da?
   “Babba gugga” “Und was macht der Papa?” “Gugga babba”.
    Gugg amohl, dr Guggugg guggd en d’Gugg

Gwea

Gewesen

Häggr

Schluckauf

Hagla

1. Hagel
2. Fallen
(selber bzw. eine Sache) Bass uff, do kaasch nahagla, Des hed au nahagla kenna

Hai

1. Heu
2. Raubfisch

Hamballe

siehe Schempfwerdr

Hau

1. Habe (ich habe)
2. Hauen, schlagen
3. Hacke (Kartoffelhacke etc.)

Hauzich

Hochzeit

Hedschich

Handschuh(e)

Heila

Weinen

Heira

Hören

Hemmad

Hemd

Hemmr

1. Haben wir
2. Hämmer

Henderschefirsche

Verkehrtherum, falschherum, andersrum

Hendre

Nach hinten

Hendra

Behindern

Henn

Haben (Hennr = habt Ihr)

Henna

1. Hühner
2. drinnen

Hidde

Hütte

Hodd

Hat

Hogga

Intensives sitzen

Ibraal

Überall

Ibrzwerch

völlig verquer

Ibser

Gipser

Jäschd

Jähzorn, Wut

Jedzd lass me noo gau

Ausdruck des Erstaunens

Jeesasmääsich

Sehr, sehr viel

Joomra

Jammern

Jonggr

1. Sohn
2. Bekräftigung für gesagtes unabhängig vom Alter (Jonggr, i sag dr ois...)

Kamee

Kamin

Kandl

Abwasserrinne, Straßengraben, Straßenrinne

Keia

schmeißen, werfen (kei mr amool da Schlissl ra)

Kirbe

Kirchweihfest

Kitzabohna

Hagel, Graupel

Knui

leicht verwundbare Stelle zwischen Zaia ond Graddl

Kuahneschd

Kleines Dorf (siehe auch Neschd)

Kuglfuhr

Umständliche, nervige Sache, schwieriges Vorhaben

Koi

Keine

Läbbrich

Verwässert, dünnflüssig

Laufa

Gehen (Was bei de Reigschmeggde laufa isch, hoissd bei ons saua, roifla oder au wetza)

Leid

Leute

Leif

Beine

Lengs

Links

Liadrich

schlecht (auch krank: ”Mir gohts liedrich"), verkommen
Steigerungsformen: Erdaliadrich, hondsliadrich, kreizliadrich, ärdamäsich liadrich

Lischde

Liste, auflisten

Luggaleskäs

Kräuterquark

Mai

1. Mein
2. Mehr
3. Monat (oder auch Moi, Moia)

Maulfaul

Schweigsam sein, zu faul zum Reden (gilt auch als eine der Eigenarten der Schwaben)

Meedich

Montag

Meggl

Kopf

Mend

Schlecht
Steigerungsform: Erdamend (noch schlechter als schlecht). Kann auch zur Beschreibung des eigenen Wohlbefindens verwendet werden: “Mir ischs erdamend”, also sauschlechd oder au groddaschlechd

Miassa

Müssen

Migga

Bremsen (aber nicht die Insekten - das sind dann Breama)

Moggale

weiblicher Kosename. Wortwörtliche Bedeutung:Kalb, in der schwäbischen Form: Kälble

Mooschtmeggl

Übergroßer Kopf. Auch Beleidigungsform: “Goht des jetzt et en dein Mooschtmeggl nei”

Näanatz

Nirgends, nirgendwo

Nai

hinein (Im Gegensatz zu rai = herein)

Naihaua

hineinhauen = (viel/heftig) essen

Nonnafirzle

Schmalzgebäck (Faasnadskiachle)

Nui(s)

Neu, Neues

Nagriagd

Hinbekommen

Narrad

Wütend, aufgebracht, erregt, beleidigt, verrückt

Neschd

1. Bett
2. kleines Dorf (Kuahneschd = noch kleineres Dorf)

Obedengd

Unbedingt

Obnads

Abends

Ofaschlupfr

Auflauf aus Zwieback, trockenem Brot, Eiern, Milch und Ãpfeln

Oi

1. Ei
2. Schwäbische Mengenheit
(ein), Ois = Eins
- Oi Oi (ein Ei)

Oiges

Eigenes

Oissa

Furunkel

Omkeit

Umgeworfen

Ommanandr

Umher, herum

Ondram

Unter dem

Pederling

Petersilie

Pfeifadeggl

Denkste! Wenn etwas nicht so ist / kommt wie gedacht

Quaddla

Watscheln, schwerfällig gehen

Ragall

Böses, zänkisches Weib

Raigschmeggdr

Zugezogene Person (Nicht-Schwabe)

Ranza

1. Bauch (mit einem etwas grösseren Umfang als allgemein normal)
2. Tasche, Tornister (Schualranza)

Reismadeis

Rheuma

Ribb

1. Unangenehme Frau (Do hoscht jo au so a Ribb gheiradad), Steigerung: Sauribb
2. Menschliche Rippe (Hosch d Ribb brocha)

Ribble

1.Schweinerippchen
2. Kleinster Teil einer Tafel Schokolade (mechsch a Ribble Schoglad?)

Rois

Reise

Rossmugga

Sommersprossen

Saga

Sagen

Saggduach

Taschentuch

Sait

Sagt, Gesagt (Er sait, des isch nedd so schlemm, Er hodd gsait, i soll s’Maul halda)

Sau

1. Schwein (siehe auch Schempfwerdr)
2. Rennen

Saudagglhafdbleed

Extrem dumm, sehr bescheuert

Sauschdalldierle

weiblicher Kosename. Wortwörtliche Bedeutung: Tür zum Schweinestall, in der schwäbischen Form: Sauschdalldierle

Schässloh

Couch, Sofa, Liege (frz.: chaise longue)

Schalluh

aufgeregt, neidisch, durcheinander, eifersüchtig, aufgeregt, verrückt werden (frz: jaloux)

Schau

Schon (schauen hoißt bei ons gugg)

Schbiala

Spülen (auch Geschirr)

Schbrich

Sprüche (Sprechen hoißd bei ons schwätza)

Schdomba

1. Stümpfe
2. Zigarre
3. Rest (z.B. in einer Flasche)

Schendmärr

Böses Weib

Schlabba

1. Schlappen, Schuhe
2. Schlurfen

Schlawagg

Unordentlicher, unsauberer Mensch, auch durchtriebener, gerissener Zeitgenosse. Auch: Schlawiner

Schlonzich

Schmierig, schleimig

Schmegga

1. Riechen (Schmeggsch du des net, dass der oin zieha lassa hodd)
2. Schmecken (schmeggd drs heit net)

Schuiraburzlr

Nichtsnutz

Schwätza

reden. Gibt’s was zu besprechen, dann “sodd mr amol drüber schwätza”.Ist es besprochen “Isch’s gschwätzt”. Was der Schwabe überhaupt nicht brauchen kann, isch “a saudomms Gschwätz”.

s duads

Geht so

Seggl

siehe Schempfwerdr

Semsagräbsler

Saurer (räser) Wein

Senn

Sind

Soich

1. Urin
2. Dummes Geschwätz (Schwätz nedd so en Soich drher)
3. Dient auch als Vorsilbe zur Bekräftigung: soichnass, soichwarm
4. Weitere Kombinationen: Soichbliamle (Löwenzahn), Soichhafa (Nachttopf), Soichbeidl
    (s. Schimpfwörter)

Soicha

1. Urinieren, pinkeln
2. Regnen

Soifasiedr

Beschränkter Spießbürger, Langweiler

Sott

Sollte (mr sott heißt ja wir sollten - von einer Frau zum Mann angewandt wird es aber zur absoluten Befehlsform)
“Mr sottad amool en Grädda Eibiera holla”, bedeutet nichts anderes als “Du holst jetzt unverzüglich einen Korb mit Kartoffeln.” Odr anderschd gsaid: Net jeder isch a Ma, wo a Weib hot.

Suddrai

Keller

Vrbobbra

Ungeduldig sein

Vrlebd

Erlebt

Verregd

1. Kaputt gegangen
2. Gestorben
(in Bezug auf Tiere bzw. einen ungeliebten Menschen)

Vrzehld

1. Erzählt (hosch wiedr en Scheiß vrzehld)
2. Falsch gezählt
(z.B. beim Skat)

Waih

Weh tun (Dees duad fai waih)

Wefzg

Wespe

Wegga


Läbrkäswegga
Abk.: LKW, Variante: LKWABS = ...mit a bissle Sempf

1. Brötchen
2. Aufwecken

Fleischkäsebrötchen

Wele

Welche

Wellad

Wollen

Wengrd

Weinberg

Wondra

Wundern

Worra

Geworden

Zäpfa

Weh tun (eigenes Schmerzfinden - nicht jeman Anderen weh tun)

Zehma, Zehmaglemma

Zusammen, zusammenkneifen

Zibeb

1. getrocknete Weinbeere, Rosine
2. siehe Schempwerdr

Zmol

Zum Einen

Zualoosna

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