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Dr VfB ond i

1960 bis 6/1963

Iben jedzd seit knapp 61 Johr VfB-Fan, seit 47 Johr Dauerkartenbesitzer uff dr Gegengerade und seit 25 Jahren auch Mitglied bei maim Herzensverein. Wie ihr eich denga kennad, hann i do einiges erlebt. Des, was mir noo im Gedächtnis blieba isch, schreib’ i jedzd nochanandr nai.

A Klassakamerad (welcher woiß i nemme) hodd mi ibrredad mit ens Schdadio zom ganga. Die Eintrittskarte Stehplatz hodd, glaub’ i wenigschdens, grad amool äbbas ibr 1 Mark koschdad. Des hann i mir grad noo so leischda kenna. mai erschdesSpiel live im Neckarstadion hann i somit am 09.10.1960 gegen den domoliga Tabellenführer 1. FC Nürnberg gseah. Ond ab dem Dag war i mit dem VfB-Virus infiziert.

Endstand 2:0, Tore: 1:0 Will( 11‘), 2:0 J. Marx (52‘), Zuschauer: 30.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, R. Eisele, Seybold, Sieloff, Hartl, Blessing, Geiger, Marx, Pfisterer, Strohmaier, Will, Trainer: Baluses

Ibrigens: Bei dr WM in Chile 1962 war onser “Sawi” al dritter Torwart mit drbei.

Wieviel Spiel i dann in der Oberliga Süd noo live gseah hann, woiß i absolud nemme. 1963 henn mrs abr erschd am ledschda Schbieldaag durch en 4:2-Sieg beim VfR Mannheim gschaffd, ons für die Bundesliga zu qualifiziera.

Tore: 0:1 Weise (7’), 0:2 Wanner (14’), 1:2 Arnold (20’), 1:3 Höller (39’), 1:4 Wanner (89’), 2:4 Arnold (90’), Zuschauer: 5.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, Walter, Sieloff, Günther. H. Eisele, R. Entenmann, Pfisterer, Wanner, Hoffmann, Höller, Weise, Trainer: Baluses

Dr Hans Arnold, wo die zwoi Tor gega ons gschossa hodd, hodd dann von 1963 bis 1971 beim VfB gschpield. Uffheera hodd r dann miassa, weil er en da Bundesliga-Skandal verwickelt war (siehe auch 1971).

 

pele

 

 

Zwischa Oberliga Süd ond Bundesliga gab’s am 8. Juni 1963 noo a richdigs Higlite. A Freindschaftsspiel zwischam VfB ond dem FC Santos (mit Pele). Dr FC Santos war seinerzeit des nonplusultra em Weltfußball. Bei dem Spiel war i au drbei. Mit wem woiß i nemme. S war abr s’erschde Mool, daß i uff dr Gegagerade gsessa ben (worom grad Gegagerade woiss i nadierlich au nemme). Uff jeden Fall war’s a scheens Spiel, des allrdings dr FC Santos mit 3:1 gwonna hodd.

Tore: 1:0 Reiner (20’), 1:1 Pelè (22’), 1:2 Dorval (35’), 1:3 Couthino (80’), Zuschauer: 51.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, H. Eisele, Seibold, R. Entenmann, Sieloff, Pfisterer, Zipperer, Hofmann, Wanner, Höller, Reiner. Trainer: Baluses

 

 

 

Saison 63/64

S’ erschde Spiel en dr Bundesliga hodd dr VfB auf Schalke en dr Glückaufkampfbahn ghedd. Des Spiel hann i en Schopfloch em Wohnzemmr em Radio gheerd. I muass drzu saga, dass wo i noo en d’Schul ganga ben, alle Feria bei meiner Ahna ond bei maim Ehne en Schopfloch uff dr Schwäbischa Alb vrbrochd hann (zudem benn i jo au noo gebürtiger Schopflocher). Des Spiel hemmr mit 2:0 verlora.

Tore:1:0 Koslowski (37’), 2:0 Gerhardt (42’), Zuschauer: 30.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, H. Eisele, Seibold, R. Entenmann, Hoffmann, Menne, Waldner, Arnold, Geiger, Pfisterer, Reiner. Trainer: Baluses

Ibrigens: Domools hodds ja noo koi Sky, DAZN oder was woiß i noo ällas gebba. S’Radio war ibr Jahrzehnte hinweg die oinzig Meglichkeid live was vom Fußball mitzomgriega. Um ca. 16.55 Uhr, etwa 20 Minudda vor Abpfiff, gab’s dann die Schlusskonferenz. Doo bisch noo schier vrbibberd, wenn’s ghoißa hodd: Tor in X, bzw. Elfmeter en Y. War oifach hochspannend.

Em Erschda en dr Sportschau hodd mr dann Zsammafassunga von älle Spiel seha kenna, anfangs abr erschd am Sonndich obend. Dann 1965 wurde die Sportschau am Samschdich eigfiehrd. Allerdings hodds 1963 scho s’Sportstudio em Zwoida gebba. Doo hann i abr no nedd so lang aufbleiba derfa. Domools warad die Spieltage no nedd so verrissa. Samschdags 15.30 Uhr war Bundesliga ond zwar älle Spiel, fertig, Amen, aus. Des warad hald noo Zeida.

Wieviel Spiel i en derra erschda Bundesligasaison live gseah hann, woiß i jedzd nemme. Abr einige (zumindeschd oi Halbzeit) warads beschdimmd. Weil seinerzeit hodd mr en dr 2. Halbzeit noo ommasonschd nai därfa.

En dr Abschlußtabelle hemmr mit 33:25 Punkten (13 Siege, 7 Unentschieden, 9 Niederlagen) en guada fünfda Platz belegt.
Meister: 1. FC Köln, 43:15 Punkte
Absteiger: Preußen Münster, 1. FC Saarbrücken
Torschützenkönig: Uwe Seeler (30 Tore), bester VfB’ler: Dieter Höller, 15 Tore, 9. Platz
Aufsteiger: Hannover 96, Borussia Neunkirchen

Saison 64/65

Fir mi persönlich war des a super Saison. Doo hodd mi mai Dedle, der emmr mit zwoi Freind enns Stadio isch, zu jedam Spiel mitgnomma, es sei denn i war grad en Schopfloch en de Feria. Ond zwar ganz nobel! Sitzplatz en dr Onderdürkheimer Kurv. Aber des war nedd ällas. Noch de Spiel semmr emmr noo en da Freischütz en dr Neggrschdrooß, wo er mit seine Freind noo a baar Bierla gnomma hodd. Ond i hann a Cola griagd ond hann Flibbra kenna so lange i hann wella. Des war fir mi als jongr Kerle nadierlich a subbr Sach.

Beim VfB isch’s allerdings nedd so guad gloffa. Nochma einigermaßa guada Auftakt senn mir so ab dem 10. Spieltag emmr so zwischa Platz 10 ond 12 romdümbld. Des hodd dann au am 24. Februar 1965 em Kurt Baluses da Trainerjob koschdad. Nochfolger isch dann dr Rudi Gutendorf, seinerzeit au onder dem Nama “Riegelrudi” bekannd, gworda. En demm Johr hann i dann au mai erschde Auswärtsfahrt gmachd. Am 3. April war i mit am Zug en Braunschweig, wo mr 2:1 vrlora henn.

Tore:1:0 Ulsaß (18’), 1:1 H. Weiß (33’), 2:1 Bäse (72’), Zuschauer: 23.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, H. Eisele, Arnold, Böhringer, Hoffmann, R. Entenmann, Waldner, Arnold, Geiger, Pfisterer, Weiß, Trainer: Gutendorf

En dr Abschlußtabelle semmr noo mit 26:34 Punkten (913, 6, 15 Siege, 8 Unentschieden, 13 Niederlagen) grad noo so 12. worda.
Meister: Werder Bremen, 41:19 Punkte
Absteiger: Normalerweise KSC, Schalke 04 (durch die Aufstockung der Buli auf 18 Vereine sind sie aber dringeblieben). Dagegen musste Hertha BSC wegen Zahlung zu hoher Gehälter und Handgelder zwangsweise absteigen.
Torschützenkönig: Rudi Brunnenmeier (24 Tore), beste VfB’ler: Rolf Geiger und “Fildergento” Hartmut Weiß, jeweils 9 Tore, 21. Platz
Aufsteiger: Borussia Mönchengladbach, Bayern München, Tasmania Berlin (als Ersatz für Hertha)

Am 8. September 1964 hann i dann au mai erschdes Spiel emm a internationala Wettbewerb live gseah Nämlich em Messe-Cup gega Odense BK. Des Spiel hemmr 3:1 gwonna. Nooch dem 1:0 - Sieg em Hinspiel war mr a Ronde weidr. Nooch ma 0:0 drhoim ond ma 0:1 auswärts gega Dunfermline Athletic war abr au scho Feirobad. Aus dem Messe-Cup isch dann 1971 dr UEFA-Cup worda. Weitere internationale Spiele fendad r noo ondr VfB International, wenn d’Bundesliga abghandls isch.

Saison 65/66

En dr Vorrunde ben i emmr noo mit maim Dedle ens Stadion ganga. Diese “Wohlfühloase” hann i noo ab dr Rückrunde selbr beendet. Doo hann i dann en A-Block miassa, ond nemme sitza en derra langweiliga Canstatter Kurv. Des hodd abr au ghoissa - selbr zahla! Ond da i domols nach dem Spiel au scho gern a Bierla zu mir gnomma hann, hodd mai Daschageld (domools ben i noo en d’Neggrrealschul’ ganga) nadierlich nirgends nooglangd.

Des hodd em samschdags ghoissa, uffstanda om viere. Nonder uff da Güterbahnhof zom Paule (Speditionsfirma Paul v. Maur), eireiha en die Gruppe von Tagelöhner, ond hoffa, dass mr gnomma wird. Do hann i eigendlich emmr Glick ghedd. Dann Sackkarre schnabba ond Pakete vom Lager en die jeweilige Güterzüge vrlada. Wenn ällas ferdig war, hodds Bargeld auf die Kralle gebba. Beim erschde Mool hann i 15 Mark griagd, die andere aber 20 Mark. Uff mai Frog’ worom, hodd dr Capo gmoind, beim erschda Mool gibd’s nedd meh. Ok, ab em nächschda Mool hann i noo au en Zwanzger griagd.

En der Saison war i blooß bei oim Auswärtsspiel, abr des hodd sich glohnd. Nochdem s’ ibrhaupd nedd rond gloffa isch en der Rückrunde beim VfB, hemmr beim Tabelladritta 1:0 gwonna. Ond des war - Bayern München!!!! Domools no em Stadion an der Grünwalder Straße.

Tor: Sieloff (Elfmeter, 18’), Zuschauer: 24.000, Aufstellung VfB: Sawitzki, H. Eisele, Menne, Seibold, Sieloff, R. Entenmann, Geiger, Huttary, Peters, Reiner, Waldner, Trainer: Gutendorf

Am Ende der Saison war dr VfB oin Platz bessr wie en dr Vorsaison, nämlich 11. (13/6/15).
Meister: TSV 1860 München, 50:18 Punkte
Absteiger: Borussia Neunkirchen, Tasmania Berlin
Torschützenkönig: Lothar Emmerich (31 Tore), bester VfB’ler: Hans-Otto Peters, 7 Tore, 39. Platz
Aufsteiger: Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Essen

Ibrigens: Bei dr WM 1966 en England war dr Klaus-Dieter Sieloff mit drbei. Leidr war er abr koi Minudd uff am Platz. Hodd’s abr insgesamd doch auf 15 Länderspiele brochd.

Zur Abwechslung mool was anders

Seinerzeit hodds jo noo koi Rasaheizung gebba. Ond dia Spiel senn au nedd wega zwoi, drei Schneefleggla oder wega ma bissle diefa Rasa abgsagd worda. S’hodd au koiner Handschuh odr Trainingshosa aghedd (außr am Torwart nadierlich, gell). Doo hodd ma oifach draufloskickt. Echte Kerle halt no:

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Saison 66/67

Om Geld fürs Stadio zom hann hodds en dr Vorrunde em Samschdigs nomool ghoissa: Bald raus au de Fedra, nondr zom Paule, Sackkarra schieba ond 20 Mark en Empfang nemma.

En dr Rückrunde war des dann anderschd. Bedingt durch die Kurzschuljohr hann i am 2. Januar 1967 mai Lehre bei dr AOK agfanga ond mai erschds oiganes Geld verdiend. Wenn es noo richdig woiß hanne 150 Mark rausgriagd. Heerd sich jedzd nedd viel a, aber wenn mr bedengd, daß domools en mainr Stammboiz, em Nordeck, a Glas Bier 60 Pfennig ond a Schachdl Reval 1 Mark koschdad hodd, isch ma ganz schee weit komma. Ond jedzd hodd ma sich au oifacher Auswärtsfahrda leischda kenna, weil au a Geld fir “d’Spesa” do gwea isch.

Zudem war mai Vaddr Lokführer bei dr DB, ond doo hann i als Angehöriger au noo Freifahrschai fir dr Zug griagd (wieviel des warad woiß i nemme). Zudem hodd ma au noo en Angehörigaausweis ghedd, mit dem ma vrbilligd Zug hodd fahra kenna. Mir henn zo dem Ausweis domools au Pfennigkärdle gsagd. En ausgschdellder Freifahrschai hodd zudem en Monat golda. Do warad dann strategische Meischdrleischdunga gfrogd. Hodd z.B. der VfB en Hamburg gschbield ond innerhalb von ma Monad en Mincha, hodd ma den Freifahrdschai fir d’Rückfahrt nadierlich von Hamburg nach München ausgschdelld ond nedd blooß bis Schduagrd. Kirzere Schdregga hodd ma noo mit am Pfennigkärdle zahld, ond so bisch preiswert ibrall nakomma. I ben domools jedzd nedd zom Alles- aber doch zom Vielfahrer mutiert.

S’oinzige Spiel, wo i mi jedzd noo dra erinnra kaa, isch des Auswärtsspiel (mit am Pfennigkärdle nogfahra) am 6.12.1966 beim KSC. Oh Schande!! Hemmr doch gladd mit 4:1 verlora.
Tore:1:0 Dürrschnabel (42’), 2:0 C. Müller (56), 3:0 C.Müller (72’), 4:0 Dobat (83’), 4:1 Seibold (86’) Zuschauer: 12.000, Aufstellung VfB: Pfeifer, T. Hoffmann, H. Weiß, Seibold, Menne, Gress, H. Arnold, Huttary, Köppel, B. Larsson, Handschuh, Trainer: Gutendorf

War ibigens des ledschde Spiel vom “Riegel-Rudi” Gutendorf. Nach dem Spiel hodd dr Albert Sing des Ruder ibrnomma. Ond doo henn onsre Kerle au noo s’Senga ond Benoggla glernd (Insider wissad was i moin).

Am Ende der Saison war dr VfB oin Platz schlechdr wie en dr Vorsaison, nämlich 12. (10/13/11). Gar nedd so schlechd, wenn mr denkd, daß mr noch Abschluß der Vorrunde noo uff ma Abstiegsplatz warad.
Meister: Eintracht Braunschweig, 43:25 Punkte
Absteiger: Rot-Weiß Essen, Fortuna Düsseldorf
Torschützenkönig: Lothar Emmerich (28 Tore), bester VfB’ler: Horst Köppels, 8 Tore, 30. Platz
Aufsteiger: Borussia Neunkirchen, Alemannia Aachen

 

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